Erstellt von Florian am 17. Juni 2008
Als Nachfolgerin der Liberalen Studierenden-Initiative (LSI) im Herbst 2007 neu gegründet, betrachtet sich die LHG als die einzige Hochschulgruppe der Uni, die die politische Mitte abdeckt. Seit der Neugründung haben wir eine Menge ausgerichtet: So haben wir uns nicht bloß für eine gesündere und wertvollere Ernährung in der Mensa ausgesprochen, sondern auch eine Vortragsveranstaltung zum Thema „Islam und Integration“ organisiert. Diese hatte den Zweck, Sachlichkeit und Vernunft in die auch in Bielefeld recht aufgeheizte Debatte einfließen zu lassen. Die LHG sieht ihre Themen also nicht nur in Fragen universitärer Selbstverwaltung, sondern auch in der Aufgabe, liberal denkende Studierende in allgemeinpolitischen Fragen zu vertreten.
In den letzten Monaten haben wir ein Grundsatzprogramm erarbeitet und verabschiedet, welches alle relevanten Fragen klärt und einen detaillierten Überblick über unsere Vorstellungen gibt. Dennoch einige wichtige hochschulpolitische Positionen daraus noch mal in Kürze:
- Wir befürworten die erfolgte und noch erfolgende Umstellung der Studiengänge hin zur Bachelor/Master-Struktur. Die oft monierte „Verschulung“ der BA/MA-Studiengänge ist aus unserer Sicht eher positiv zu bewerten, da sie zu zügigeren Abschlüssen führt und das berüchtigte „Bummelstudium“ verhindert. Leistung und (Selbst-) Disziplin spielen im Berufsleben eine wichtige Rolle, hierauf muss schon das Studium vorbereiten. Gleichwohl muss sichergestellt werden, dass jeder Studiengang, der nicht schon als bloßes Überblicksfach gedacht ist, nicht zum bloßen Ausbildungsstudiengang verkommt, sondern die wissenschaftliche Vertiefung auch weiterhin ein Standard bleibt.
- Wir sprechen uns langfristig für die Verlagerung der Lehrerausbildung an die Pädagogischen Hochschulen (PH) aus. Die in universitärer Nähe angesiedelten PHs kooperieren mit den Unis, um weiterhin eine solide fachliche Basis zu erlangen. Stark ausgebaut wird aber der Anteil der Fachdidaktik, der für den späteren Beruf unerlässlich ist.
- Die aktuelle Ausgestaltung der Studiengebühren erweist sich als nicht zufriedenstellend. Wir fordern mehr Transparenz und sinnvolle Vorschläge für die Verwendung von Studiengebühren bereits vor der Erhebung. Unser wichtigster Vorschlag für eine sinnvolle Nutzung der Gebühren ist, sie für den Abbau des auch in Bielefeld immer wieder feststellbaren Übermaßes an Bürokratie einzusetzen.
- Wir fordern die Umwandlung der Antifa-AG des AStA in eine Anti-Extremismus-AG. Es bedarf der Erkenntnis, dass unsere Verfassung nicht ausschließlich von Rechtsextremen, sondern auch von Linksextremen und radikalen Islamisten gefährdet wird. Folglich müssen alle drei Erscheinungen hart bekämpft werden.
Dies ist nur ein vergleichsweise kleiner Ausschnitt aus unseren Positionen. Wer sich für das gesamte Grundsatzprogramm interessiert, kann sich dies bei der betreffenden Rubrik dieser Website anschauen oder herunterladen.
Deutlich wird: Wer sich weder in konservativen, noch in linksalternativen oder sozialistischen Gefilden beheimatet fühlt, sondern für eine progressive, unbürokratische und pragmatische Hochschulpolitik eintritt, der sollte sich für die LHG entscheiden!